Prof. Dr. Raphael Rossmann

Elektronische Medien sind mein Hobby und mein Beruf.

Audio, Video, Web, mobile Apps, 3D - Bereiche, in denen man nur mit dem Einsatz von Software und einem handelsüblichen Rechner aus einer Idee ein Produkt erschaffen kann und dieses heute technisch sehr effizient verbreiten kann. Die rasante Entwicklung von Hard- und Software, die die professionelle, kreative und günstige Gestaltung und Verbreitung von Medieninhalten heute für Jedermann ermöglicht, habe ich mit großer Spannung mitverfolgt.

Angefangen hat alles mit einer braunen, brotkastenähnlichen Kiste namens Commodore 64, kurz C64: Er hatte 64kb Speicher und eher rudimentäre Multimedia-Fähigkeiten, die von kreativen Programmierern aber voll ausgereizt wurden. Es gab unzählige Spiele mit aufwändigen Intros und mehrstimmigem Soundtrack, aus heutiger Sicht purer Retro-Trash, damals für Heranwachsende ähnlich faszinierend wie mobile Games in Arcade-Qualität für Jugendliche heute.

Commodore64

Es folgte der Commodore Amiga 500, auf dem es neben Spielen auch erste leistungsfähige Musiksoftware gab. Mit Sequenzer-Programmen konnte man über Midi externe Synthesizer ansteuern. Ich erstand auch einen ersten Sampler, der kurze Audiosequenzen in eher bescheidener Qualität digitalisieren und auf dem Amiga speichern und abspielen konnte. Das Endprodukt der Mühen war meist ambitioniert aber mit professionellen Produktionen nicht vergleichbar.

Während des Studiums am IfKW der LMU erfolgte der Kontakt mit Email und den frühen Formen des gerade entstehenden Word Wide Web, nun natürlich auf PCs. HTML-Grundlagen habe ich dort zwar gerne mitgenommen, spannender fand ich wegen der Multimedia-Möglichkeiten aber Flash (damals Macromedia, heute Adobe), womit man animieren und Sounds abspielen konnte und das auf mehreren Spuren und gesteuert durch einfache bis komplexe Script-Befehle.

Auch in der Audio-/Musikproduktion tat sich in den 90ern einiges: im fleißig zusammengesparten „Homerecording-Studio“ wurden analoge Aufnahmegeräte zunächst durch digitale ersetzt (DAT, MiniDiscs, später konnte man eigene CDs brennen), dann wurden immer mehr der externen Geräte in Software verwandelt - Synthesizer, Sampler, Mischpult, Effekte wanderten in die Software (DAW). Propellerhead ReBirth (inzwischen auch auf iOS), eine der ersten überzeugenden Softwareemulationen eines analogen Klangmonsters, war dabei eine Art Initialzündung, es folgte ein bis heute anhaltender Boom, der die Audioproduktion nachhaltig verändert hat.

Mit einer eingeschworenen Truppe an Kommilitonen warfen wir uns dann in das Projekt M94,5 und bauten den Münchner Aus- und Fortbildungskanal mit auf. Ich nutzte die vorhandenen Skills und technische Ausstattung („Du kannst zuhause CDs brennen…!?) für die Produktion von Jingles und für unsere Montags-Nacht-Comedy-Sendung „Die Stunde der Abrechnung“, mit dem alten Schweden (Thilo Schrödel), dem Studiotechniker Nullinger (Mike Hager) und mir als Elrapha.

Während meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am IfKW konnte ich die bei M94,5 trainierten Kenntnisse in Audioproduktion für freiberufliche Aufträge nutzen, u.a. für die Produktion von Comedy-Serien für die Energy Morningshow und den Jugendsender Megaradio. Erste Projekte im Eventbereich für die Agentur Die_Favoriten waren die Grundlage dafür, 2004 den Schritt in die freiberufliche Medienproduktion zu wagen und nach der Promotion 2005 weiter auszubauen.

Zu Audio- kamen dann bald Videoproduktionen: Videoschnitt und -dreh, Animationen mit Flash und After Effects. Websites in HTML und Flash und erste mobile Applikationen (per Flash auf Pocket-PCs). Auch 3D-Präsentationen und -spiele kamen auf Events zum Einsatz. Den Ausbau meiner Kenntnisse im Bereich HTML, Content Management Systeme (Typo3, Drupal und Wordpress), mobile WebApps und responsive Design und native Apps (Xcode und Titanium mobile) habe ich in den letzten Jahren - unterstützt durch zahlreiche Projekte - voran getrieben.

Und die spannende und rasante Entwicklung der elektronischen Medien hält an. Die „mobile Revolution“ ist in vollem Gange und beschert uns spannende und anspruchsvolle Projekte. Die vorhanden Inhalte müssen nun auf mobile Endgeräte adaptiert werden. Mobile Plattformen bieten neue Möglichkeiten, die bisher erst am Anfang ihrer Nutzung stehen. HTML5 kämpft mit nativen Lösungen um die Vorherrschaft auf dem Feld der mobilen Techniken. Es bleibt also spannend - in meinem Hobby und meinem Beruf.

Screens

Vita

  • geboren am 26.09.71 in München
  • 1979-1982: Grundschule Mainburg
  • 1983-1991: Gabelsberger Gymnasium Mainburg
  • 1991-1992: Zivildienst im Kreiskrankenhaus Mainburg
  • 1992-1999: Studium der Kommunikations-, Rechtswissenschaft und Psychologie an der LMU.
    • Tätigkeit als DJ und Musiker.
    • Im Hauptstudium: Tätigkeit als Tutor für Statistik und Datenanalyse.
    • Aufbau des Ausbildungsradios M 94,5 und Comedysendung und Comedysendung "Die Stunde der Abrechnung"
    • Tätigkeit als Radioproduzent (Werbespots, Comedybits und Serien u.a. für Radio Energy).
  • 1999: Magister Artium
  • Thema der Magisterarbeit: "Ich drück' dich weg?: Eine experimentelle Untersuchung zum Einfluss von Werbeclutter auf das Zappingverhalten"
  • 1999-2004: wissenschaftlicher Mitarbeiter am IfKW der LMU im Fachgebiet Empirische Kommunikationsforschung (Lehrstuhl Prof. Brosius)
  • Lehr- und Forschungsschwerpunkte: Fernsehverhalten, Werbewirkung, empirische Methoden, Datenanalyse
  • 2002-2006 Lehrauftrag fürr Medienforschung, wiss. Arbeiten und Flash an der Macromedia Akademie für neue Medien im Rahmen des Bachelor of Media Management
  • 2002-2005 Lehrauftrag am IfKW der LMU für "Radiojournalismus"
  • Seit 2004: freiberufliche Tätigkeit als Mediaproducer (Audio, Video, Web)
  • Projekte, u.a. für Audi, BMW, Bacardi, Campari, Bauer Verlag, Degussa, IKEA
  • 2005: Promotion zum Dr. Phil.
  • Thema der Doktorarbeit: Selective-Exposure-Designs in der Zappingforschung: Empirische Befunde zu den Einflussfaktoren der Werbevermeidung.
  • seit 2014: Professor für Multimedia, Webdesign und Grundlagen der Informatik an der Hochschule Aschaffenburg
Preise
  • 1999: Best Thesis Award des Instituts für Kommunikationswissenschaft für herausragende Abschlussarbeiten
  • 2000: Impact Award für Fernsehforschung (1. Preis) von IP Deutschland für Abschlussarbeiten zum Thema "Fernsehen und Werbung"

Publikationen
  • Brosius, Hans-Bernd / Rossmann, Raphael / Elnain, Anette (1999): Alltagsbelastung und Fernsehnutzung. Wie beeinflußt der Tagesablauf von Rezipienten den Umgang mit Fernsehen? In: Hasebrink. U. / Rössler, P. (Hrsg.): Publikumsbindungen. Medienrezeption zwischen Individualisierung und Integration. München: Reinhard Fischer, S. 167-186.
  • Rossmann, Raphael (2000): Werbeflucht per Knopfdruck. Ausmaß und Ursachen der Vermeidung von Fernsehwerbung. München: Reinhard Fischer.
  • Rossmann, Raphael (2004): Fernsehwerbung weggedrückt. Methodische Fortschritte in der Zappingforschung? In: Friedrichsen, M. / Friedrichsen, S. (Hrsg.): Fernsehwerbung - quo vadis? Auf dem Weg in die digitale Medienwelt. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 99-115.
  • Fröhlich, Romy / Wutz, Gertraud / Rossmann, Raphael (2005): Einführung in die sozialwissenschaftliche Datenanalyse. Ein multimediales Selbstlernprogramm. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Rossmann, Raphael (2006): Selective-Exposure-Designs in der Zappingforschung: Empirische Befunde zu den Einflussfaktoren der Werbevermeidung (Dissertation). München: Verlag Dr. Hut.

Portfolio

Seit meinem Start in die freiberufliche Medienproduktion habe ich sowohl Aufträge für Agenturkunden als auch Projekte für Direktkunden realisiert.
Zu meinen regelmäßigen Agenturkunden gehören baumann agentur, Die_Favoriten, Eloquenza PR, G.R.A.L., musselmann wulz intermedia.

Bei meinen Projekten kooperiere ich, je nach Bedarf, mit anderen Freelancern, wie Stefan Freitag (Freitag Mediendesign), Markus Bäck (lake style), Holger Rausch (electricdot) oder Jörg-Stefan Armbruster.

Gemeinsam mit Agenturen und Freelancern habe ich Projekte u.a. für folgende Kunden realisiert: Audi, Bauer Media, BMW, Bacardi, Campari, Condé Nast, Evonik, Ferrero, IKEA, Gruner+Jahr, Kia Motors, MTV, Oracle, Verival

Mein aktuelles Portfolio und weitere Details zu den angebotenen Leistungen finden sich auf www.rossmann-media.de.

Screen

Skills

  • Flash: Animation und Programmierung (as2/as3), Integration von Audio und Video
  • HTML/CSS/Javascript-Frameworks (jQuery)
  • PHP/MySQL
  • Content Management mit Typo3 und WordPress
  • Layouts und Bildbearbeitung
  • Sites und Microsites, Gewinnspiele, Guest-Checkin
  • WebApps für Mobilgeräte
  • Native Apps für iOS und Android
  • Beratung zu Technik, Content und Design
  • Videodreh
  • Videoschnitt und -bearbeitung (Final Cut Pro)
  • Compositing und Effekte (After Effects)
  • Encodierung in beliebige Formate
  • Produktion von Radiospots
  • Voicerecording und Off-Sprecher
  • Musikrecherche und -produktion (gemafrei)
  • Soundmischung
  • 3D-Präsentationen (echtzeitgesteuert)
  • 3D-Visualisierungen/-Walkthroughs
  • Casual und Educational Games
  • Touchscreen-Anwendungen/Kiosk-Anwendungen

Tools

  • Appe MacBook Air 13"
  • Appe MacBook Pro 13" & 15"
  • Apple Cinema Display 27"
  • Apple iPhone 5, iPad (Retina)
  • Mikrofon AKG C3000
  • Röhren Preamp TL Audio 5060
  • Headset Sennheiser PC 360
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